Zeit für den Frühjahrsputz Ihres Pools!
 

1. Tipps & Tricks zur Frühjahrsinbetriebnahme

1.1 Becken leeren und reinigen

Nach dem Entfernen und Verstauen Ihrer Winterabdeckung des Pools empfiehlt es sich, das Beckenwasser sorgfältig abzulassen und eine Grundreinigung des Beckens durchzuführen. Durch das Ablassen des Pools werden alle Kalk- und Algenbestände sowie der Biofilm beseitigt. Die Entleerung kann mittels Bodenablauf erfolgen, die Stellung am 6-Wege-Ventil sollte dazu  auf „Kanal“ oder „Kanalisation“ stehen. Restwasser, welches im Becken verblieben ist, lässt sich mit Hilfe einer Tauchpumpe entfernen. Falls ein Rollladenschacht vorhanden ist, wird dieser meist separat entleert über den Ablauf. Hierbei ist darauf zu achten, dass bei Solarprofilen diese nicht den Sonnenstrahlen ausgesetzt werden, wenn er keinen kühlenden Wasserkontakt hat. Teure Sonnenschäden drohen, das Profil ist defekt und muss ausgetauscht werden.

Sie dürfen nur Schwimmbadwasser, das Wasserpflegemittel auf Chlorbasis enthält im eigenen Grund und Boden versickern lassen, sollte dem Schwimmbadwasser beispielsweise Kupfersulfat beigemengt worden sein, dürfen Sie dieses nicht einfach versickern lassen. BAYROL Produkte enthalten kein Kupfersulfat und sind daher unbedenklich. Das Becken sollte nicht entleert werden, wenn der Grund- oder Regenwasserstand höher als der Beckenboden ist, da es sonst zu einem aufschwemmen des Polyesterbeckens oder der Folie kommen kann, ebenso kann die Verrohrung dadurch abreißen. Sollte sich der Beckenboden hochwölben, so ist dies ein klares Zeichen für ein Aufschwimmen. Brechen Sie in diesem Fall die Entleerung unbedingt sofort ab und füllen Sie Wasser zur Belastung ein. Bei der Entleerung sollte aus diesem Grund eine permanente Kontrolle stattfinden. Ebenfalls sollte die Entleerung nicht durchgeführt werden, falls noch eine geschlossene Eisdecke oder der umliegende Boden um das Becken noch nicht vollständig aufgetaut ist. Die Temperatur sollte bei ca. 15 bis 17° liegen, welche normalerweise im April erreicht werden. Am besten nicht zu spät, bevor das Beckenwasser durch die Sonne aufgeheizt wird.

Bei der Beckenentleerung sollte ebenfalls eine sorgfältige Kontrolle alle Beckeneinbauteile (Zustand, Funktion, Korrosion), Zustand der Innenhülle, Anschlüsse zum Filter, der Filter selbst und Funktion der Absperrhähne (z. B. Leichtgängigkeit der Kugelhähne) stattfinden. Gab es erhebliche Wasserverluste, könnten Rohrsysteme und Anlagenteile in den frostnahen Bereichen beschädigt worden sein.

Nach Entleerung des Beckens kann mit der Reinigung des Beckens begonnen werden. Die Oberfläche des Beckens sollte mit einem alkalischen Reiniger behandelt werden.  Bei Kalkablagerungen sollte zunächst mit einem säurehaltigen Reiniger, z. B. BAYROL Decalcit Becken die Oberfläche gereinigt werden, um den anhaftenden Kalk zu entfernen; anschließend kann mit einem alkalischen Reiniger nachbehandelt werden. Die Reihenfolge ist dabei anzuwenden. Als Reinigungswerkzeuge können Schrubber, Schwämme oder weiche Bürsten verwendet werden. Werden zu Reinigungszwecken Hochdruckreiniger eingesetzt, müssen Sie darauf achten die Düse nicht zu dicht an die Oberfläche zu halten und nur großflächig mit gefächertem Strahl zu arbeiten. Besonders Folien können dadurch beschädigt werden. Kaufen Sie die Reinigungsmittel nur im Fachhandel und vermeiden Sie Drahtbürsten bei empfindlichen Oberflächen.  Experimentieren Sie auf keinen Fall mit den unterschiedlichen Reinigungsmitteln. Haushaltsreiniger sind nicht zu empfehlen, da der Inhalt oft undefinierbar ist und die Pool Oberflächen dadurch beschädigt werden können. Bei der Anwendung gilt, reichlich nachspülen mit klarem Wasser. Bei Fett und Rußrändern gibt es spezielle alkalische Reiniger.

Sollten Sie eine Rollladenabdeckung haben, so sollte diese mit einem speziellen Rollladenreiniger gereinigt werden. Achten Sie bei der Reinigung von Solarprofilen darauf, dass die Profile nicht in der Sonne liegen. Spülen Sie auch hier mit klarem Wasser nach. Die speziellen Rollladenreiniger können auch bei gefülltem Becken verwendet werden.

Frühjahrsinbetriebnahme  Frühjahrsinbetriebnahme

1.2 Prüfen der Anlagenkomponenten

Die Dichtungen und Dichtflansche von Filteranlage und Einbauteilen sollten vor dem Saisonstart überprüft werden. Sind diese alt und spröde sollten diese mit Silikonfett eingefettet werden oder über den Fachhandel neue Dichtungen gekauft werden. Das Filterbett Ihres Sandfilters sollte ebenfalls kontrolliert werden, dieses sollte nach dem letzten intensiven Rückspülen eine gleichmäßige Ebene Oberfläche ausbilden. Bei Verwerfungen kann entweder der Filtersand verklumpt sein oder der Filterstern ist defekt, dies macht einen Austausch des Filtersterns zwingend notwendig, da sonst Sand in das Becken zurückgespült werden kann. Der Filtersand Ihrer Filteranlage sollte alle 2 – 3 Jahre erneuert werden. Die Quarzsandfüllung ist nach Angaben des Herstellers vorzunehmen. Prinzipiell empfiehlt es sich, bei Inbetriebnahme eine Schockchlorung mit BAYROL Filtershock Tab durchzuführen. Filtershock Tab desinfiziert und reinigt. Es „verbrennt“ den trotz Rückspülung im Filter verbliebenen Schmutz, die Wirksamkeit sämtlicher Pflegemethoden wird verbessert, der Desinfektionsmittelverbrauch verringert sich. Sollte das Filtermedium ausgetauscht werden kann auf das bewährte AFM Filtermedium von Dryden Aqua zurückgegriffen werden. AFM Filtermaterial ist in 3 Körnungen erhältlich und wie Filtersand einzusetzen. Im Vergleich zu selbst hochqualitativem Filtersand, verfügt AFM über die wesentlich besseren Anwendungseigenschaften. Der Wechsel von Sand zu AFM führt zu einer beträchtlichen Leistungssteigerung Ihres Filtrationssystems. AFM wird von Dryden Aqua aus aufbereitetem Recycle-Glas hergestellt und ist zudem ein wertvoller Beitrag zur Umweltverträglichkeit. Nur AFM erfüllt die europäische Norm UNE-EN 12904.

1.3 Beckenbefüllung

Vor der erneuten Füllung empfiehlt es sich, den Boden und die Wände mit einem Algizid, z. B. BAYROL Desalgin oder BAYROL Desalgin Jet einzustreichen. Dies schützt vor Algenbildung an den Beckenwänden. Zudem sollte vor dem Befüllen des Pools, alle geöffneten Entleerungshähne geschlossen werden und die Stromversorgung wiederhergestellt werden. Während des Befüllens mehrmals die Leitungen und Flansche auf Dichtheit prüfen.

Es wird dringend empfohlen für die Befüllung des Beckens Leitungswasser oder Stadtwasser zu verwenden. Leitungswasser ist wegen seiner Vorbehandlung im Wasserwerk frei von Mineralien wie Eisen, Mangan, Nickel, Kupfer und auch frei von Schwermetallen. Diese Mineralien können mit dem Chlor von Wasserpflegemitteln oder anderen Wasserpflegemitteln eine verschiedenfarbige, hartnäckige, bräunliche Ausfällung bilden. Diese Lagert sich auf dem Beckenboden bzw. Einbauteilen ab und ist nach kurzer Zeit sehr schlecht zu entfernen. Abhilfe schafft hier Chemoform Metal-Ex, welches metallische Ionen bindet und die Ablagerungen zuverlässig entfernt.

Bei Befüllung des Beckens sollte zudem, vor Einstellen des pH-Wertes und Chlorzugabe, BAYROL Calcinex zugegeben werden. Dieses verhindert Kalkausfällungen. Besonders zu empfehlen ist BAYROL Calcinex bei bekannt hartem Wasser.

1.4 Filterpumpe

Nach dem Befüllen des Beckens kann die Poolpumpe in Betrieb genommen werden.  Füllen Sie die Pumpe mit Wasser bevor Sie diese einschalten, vor allem sollte man dies durchführen wenn die Strecke zwischen Filterpumpe und Becken recht lang ist. Vor Einschalten sollte auch die Elektrik überprüft werden. Wenn das Filtersystem vollständig mit Wasser gefüllt ist, kann mit der Rückspülung begonnen werden, die mindestens 5 Minuten dauert gefolgt von einer Nachspülung die ca. 1 Minute läuft. So werden alle im Filterkessel befindlichen Schmutzteile ausgewaschen und entfernt. Anschließend sollte der Hebel auf die Stellung „Filtern“ gestellt werden. Achten Sie darauf den Hebel des 6-Wege-Ventils nur zu schalten, wenn die Filterpumpe nicht in Betrieb ist. Schäden am 6-Wege-Ventil können auftreten, welches zu Wasserverlust führen kann, da dass 6-Wege-Ventil nicht mehr richtig schließt.

1.5 Schwimmbadpflege

Nach Zugabe von BAYROL Calcinex muss der pH-Wert auf einen Wert von 7,0 – 7,4 eingestellt werden. Dieser Wert ist zuerst zu korrigieren, am besten am Anfang in kürzeren Zyklen nachkorrigieren. Somit können die Desinfektionsmittel optimal wirken.

Bei jeder Wasserpflegemethode empfiehlt sich anfänglich eine kräftige Stoßchlorung durchzuführen, um alle Keime und Bakterien im Wasser, Rohrleitungen und Filter zu eliminieren. Wie bereits erwähnt kann für die Filterdesinfektion BAYROL FiltershockTab eingesetzt werden. Dies kann einen Chlorgehalt von bis zu 3 mg/l bei durchlaufender Filteranlage bedeuten. Dabei sollte nach einem Tag mindestens noch ein Chlorgehalt von 0,6 mg/l messbar sein. Sollte der Chlorgehalt zu niedrig sein, oder der Chlorgehalt nicht nachweisbar sein, sollte die Prozedur mit der Schockchlorung wiederholt werden, bis das gewünschte Resultat erreicht ist. In diesem Fall waren noch zu viel Schmutz und organische Substanzen im Poolwasser, die mit dem Chlor reagiert haben.

Bei der Pflege mit Aktivsauerstoff sollte das Beckenwasser ca. 1 Woche mit Hochchlorung betrieben werden. Im Skimmer, Ansaugleitung hat sich über den Winter eine Schmutzschicht ausgebildet, welche durch anhaltende Chloreinwirkung verbrannt wird.

Achten Sie bei der Zugabe der Desinfektionsmittelmengen darauf, diese gemäß den Herstellerangaben einzusetzen. Bei sachgemäßer Handhabung stellt die Chlorung nach wie vor ein für die Aufbereitung und Desinfektion ausgezeichnetes Verfahren dar.

Am Tag nach der Inbetriebnahme des Pools kann bei Sandfiltern mit der kontinuierlichen Flockung begonnen werden und dem Badespaß steht nichts mehr im Weg. Flockmittel kann nicht bei Filterkartuschen Filtern verwendet werden.

Für weitere Fragen rund um das Thema Pool Inbetriebnahme steht Ihnen unser Team gerne unter 07307 804 310 zur Verfügung.